Wie das Spiel entstanden ist. Allgemein (jetzt mit screenshots)
**Wie das Spiel entstanden ist**
Los ging es bei mir mit einer Erinnerung. Ich habe eine Konversation mit Claude gestartet und erzählt, dass ich als Kind im Freibad immer ein Spiel gespielt habe, das mir sehr viel Spaß gemacht hat: Reihen von Aliens, die man mit einem Raumschiff abschießt. Daraus ist die Idee entstanden, so etwas selbst umzusetzen.
Der Rest ist dann ganz einfach: Du gibst dir selbst den Jobtitel Game Director. Du hast wenig Ahnung von Grafik und Technik, also holst du dir die Leute, die das können: einen Game Designer, einen Technical Director, Programmierer, einen Pixel-Artist, einen Sound Designer und jemanden für Welt und Geschichte.
Denen erklärst du dann, was du willst. In meinem Fall: ein Spiel im Browser, ohne Installation und ohne externe Dateien. Grafik und Sound werden direkt im Browser erzeugt, während das Spiel läuft.
Dann kommt ein Brainstorming, total out of the box, ohne Einschränkungen. Es gibt keine schlechten Ideen, alles kommt auf den Tisch, und dann werden Entscheidungen getroffen.
Am nächsten Tag schreibt jeder seine Aufgaben auf Karteikarten. Oben links steht ein Kürzel für den Bereich, dazu eine fortlaufende Nummer, zum Beispiel GFX-01:
- **CORE**: Spielablauf, Formation, Wellen, Spielzustände
- **GFX**: Pixel-Grafik, Animation, Sternfeld, Skalierung
- **SND**: Soundeffekte
- **INPUT**: Tastatur, Touch
- **SCORE**: Punkte, Leben, Bestenliste
- **PUB**: Veröffentlichung, README, Online-Version
- **WORLD**: Welt, Planeten, Geschichte
Alle Karten kommen auf einen Haufen, und man klärt, womit man anfängt. Das ist das Henne-Ei-Problem: Der Game Designer will einen Prototyp, dafür braucht er Platzhalter-Charaktere. Die kommen vom Art-Team, das nebenbei schon drei Entwürfe für die ersten Feinde macht. Alles geht zur Entscheidung an den Game Director.
Nach einer Woche gibt es die erste Präsentation, und du siehst den Prototyp. Ab da triffst du hundert Entscheidungen: Das gefällt mir, das nicht, diese Idee war blöd, dein Vorschlag wird genommen.
Ein Beispiel sind die Sounds: Gefallen sie dir nicht, sagt der Technical Director: "Ich baue dir ein Soundboard mit einer Sound-Engine. Such die Sounds in Ruhe aus, ich baue sie dann ins Spiel ein." So entsteht Schritt für Schritt ein Spiel, das auch mir Spaß macht.
**Und wie habe ich das gemacht?**
Ich habe das Team durch Claude Code ersetzt. Was bei Menschen einen Tag bis eine Woche dauert, macht Claude Code parallel in Sekunden bis Minuten. Selbst bei diesem einfachen Spiel waren manche Agents bis zu 15 Minuten an einer Aufgabe.
Technisch läuft das so: Claude ist mit meinem Higgsfield-Account verbunden. Darüber lässt Claude Concept Art von verschiedenen Bild-KIs erzeugen und baut sie danach als Pixel-Grafiken im Spiel nach. Die Sounds hat Claude selbst komponiert. Dazu gab es ein Soundboard, mit dem ich sie direkt am Gerät anhören konnte. Im fertigen Spiel steckt trotzdem keine einzige Bild- oder Tondatei, alles wird beim Spielen im Browser erzeugt.
Außerdem ist Claude an Cloudflare angebunden. Gibt es eine Änderung im Spiel, stellt Claude sie sofort online, und man sieht sie live im Internet.
Den Code sichere ich in zwei Schritten. Mit dem Befehl "commit" speichert Claude den aktuellen Stand des Spiels als Version auf meinem Mac und schreibt kurz dazu, was sich geändert hat. So kann ich jederzeit zu einem früheren Stand zurück, wenn etwas schiefgeht. Mit dem Befehl "push" wird das Ganze zusätzlich in ein privates Repository auf GitHub hochgeladen, also online gesichert.
Genauso entstehen meine Filme und die Apps, die ich täglich nutze und die viele meiner SaaS-Apps ersetzt haben. Man behandelt die KI wie einen Mitarbeiter, aus der Position eines Managers. Genau das wird in der Arbeitswelt immer wichtiger: Man managt, und die KI erledigt, was man sich vorstellt.
Dabei gilt: nicht tippen, sondern diktieren. Zum Beispiel mit Wispr Flow (sehr teuer) oder am Mac mit VoiceInk (Einmalzahlung). Man rambelt einfach drauflos, ohne sich selbst zu zensieren. Man spricht Dinge aus, widerruft sie, formuliert um, und die KI bekommt dadurch viel mehr Kontext. Das geht auch, wenn man nicht am Rechner sitzt: Ich gehe durch die Räume, habe AirPods im Ohr und diktiere. Selbst dieser Text hier ist so entstanden, diktiert nebenbei, während ich im Haushalt andere Dinge erledigt habe.
Claude Code, Ticket Beispiel und Concept Art Beispiele


Los ging es bei mir mit einer Erinnerung. Ich habe eine Konversation mit Claude gestartet und erzählt, dass ich als Kind im Freibad immer ein Spiel gespielt habe, das mir sehr viel Spaß gemacht hat: Reihen von Aliens, die man mit einem Raumschiff abschießt. Daraus ist die Idee entstanden, so etwas selbst umzusetzen.
Der Rest ist dann ganz einfach: Du gibst dir selbst den Jobtitel Game Director. Du hast wenig Ahnung von Grafik und Technik, also holst du dir die Leute, die das können: einen Game Designer, einen Technical Director, Programmierer, einen Pixel-Artist, einen Sound Designer und jemanden für Welt und Geschichte.
Denen erklärst du dann, was du willst. In meinem Fall: ein Spiel im Browser, ohne Installation und ohne externe Dateien. Grafik und Sound werden direkt im Browser erzeugt, während das Spiel läuft.
Dann kommt ein Brainstorming, total out of the box, ohne Einschränkungen. Es gibt keine schlechten Ideen, alles kommt auf den Tisch, und dann werden Entscheidungen getroffen.
Am nächsten Tag schreibt jeder seine Aufgaben auf Karteikarten. Oben links steht ein Kürzel für den Bereich, dazu eine fortlaufende Nummer, zum Beispiel GFX-01:
- **CORE**: Spielablauf, Formation, Wellen, Spielzustände
- **GFX**: Pixel-Grafik, Animation, Sternfeld, Skalierung
- **SND**: Soundeffekte
- **INPUT**: Tastatur, Touch
- **SCORE**: Punkte, Leben, Bestenliste
- **PUB**: Veröffentlichung, README, Online-Version
- **WORLD**: Welt, Planeten, Geschichte
Alle Karten kommen auf einen Haufen, und man klärt, womit man anfängt. Das ist das Henne-Ei-Problem: Der Game Designer will einen Prototyp, dafür braucht er Platzhalter-Charaktere. Die kommen vom Art-Team, das nebenbei schon drei Entwürfe für die ersten Feinde macht. Alles geht zur Entscheidung an den Game Director.
Nach einer Woche gibt es die erste Präsentation, und du siehst den Prototyp. Ab da triffst du hundert Entscheidungen: Das gefällt mir, das nicht, diese Idee war blöd, dein Vorschlag wird genommen.
Ein Beispiel sind die Sounds: Gefallen sie dir nicht, sagt der Technical Director: "Ich baue dir ein Soundboard mit einer Sound-Engine. Such die Sounds in Ruhe aus, ich baue sie dann ins Spiel ein." So entsteht Schritt für Schritt ein Spiel, das auch mir Spaß macht.
**Und wie habe ich das gemacht?**
Ich habe das Team durch Claude Code ersetzt. Was bei Menschen einen Tag bis eine Woche dauert, macht Claude Code parallel in Sekunden bis Minuten. Selbst bei diesem einfachen Spiel waren manche Agents bis zu 15 Minuten an einer Aufgabe.
Technisch läuft das so: Claude ist mit meinem Higgsfield-Account verbunden. Darüber lässt Claude Concept Art von verschiedenen Bild-KIs erzeugen und baut sie danach als Pixel-Grafiken im Spiel nach. Die Sounds hat Claude selbst komponiert. Dazu gab es ein Soundboard, mit dem ich sie direkt am Gerät anhören konnte. Im fertigen Spiel steckt trotzdem keine einzige Bild- oder Tondatei, alles wird beim Spielen im Browser erzeugt.
Außerdem ist Claude an Cloudflare angebunden. Gibt es eine Änderung im Spiel, stellt Claude sie sofort online, und man sieht sie live im Internet.
Den Code sichere ich in zwei Schritten. Mit dem Befehl "commit" speichert Claude den aktuellen Stand des Spiels als Version auf meinem Mac und schreibt kurz dazu, was sich geändert hat. So kann ich jederzeit zu einem früheren Stand zurück, wenn etwas schiefgeht. Mit dem Befehl "push" wird das Ganze zusätzlich in ein privates Repository auf GitHub hochgeladen, also online gesichert.
Genauso entstehen meine Filme und die Apps, die ich täglich nutze und die viele meiner SaaS-Apps ersetzt haben. Man behandelt die KI wie einen Mitarbeiter, aus der Position eines Managers. Genau das wird in der Arbeitswelt immer wichtiger: Man managt, und die KI erledigt, was man sich vorstellt.
Dabei gilt: nicht tippen, sondern diktieren. Zum Beispiel mit Wispr Flow (sehr teuer) oder am Mac mit VoiceInk (Einmalzahlung). Man rambelt einfach drauflos, ohne sich selbst zu zensieren. Man spricht Dinge aus, widerruft sie, formuliert um, und die KI bekommt dadurch viel mehr Kontext. Das geht auch, wenn man nicht am Rechner sitzt: Ich gehe durch die Räume, habe AirPods im Ohr und diktiere. Selbst dieser Text hier ist so entstanden, diktiert nebenbei, während ich im Haushalt andere Dinge erledigt habe.
Claude Code, Ticket Beispiel und Concept Art Beispiele

