[!] Erfahrungsbericht: Mac mini als Linux Server
Vor ca. einem halben Jahr, habe ich einen Mac mini zu einem Debian Server „umgebaut“. Hier ein paar Erfahrungen und Einblicke. Für die, die keine Lust auf längere Posts haben: Es läuft fantastisch.
Ich hatte einen Mac Mini 64GB 1TB (gekauft 2021?) über. Am liebsten hätte ich ihn für eine lokale KI genutzt, aber dafür ist er zu schlapp. Es kam dann die Idee auf ihn als Server für Git, Nextcloud und zum Überwachen von eigenen Internetdiensten (Backends, Websites) zu nutzen und dafür Linux zu nutzen.
Ich wollte keine GUI, weil ich ihn auch remote hinter einer FritzBox benutzen wollte. Die Wahl fiel auf Debian, weil es sehr stabil, klein und sehr schnell ist. Da ich mich mit der Installation von Linux nicht auskenne, habe ich Claude als Tutor genutzt. Die FritzBox ist an einer 150er Telekom Glasfaser angebunden.
Betriebssystem ist also Debian 13 „Trixie“ headless mit automatischem, verschlüsseltem Backup auf eine externe Platte jeweils um 3:00 Uhr morgens. Die Backup SSD hat 1TB. Der Rechner startet automatisch nach Stromausfall neu.
Das einzige Problem bei der Installation war, dass der Rechner über einen T2-Chip verfügt und es deshalb Probleme gab, wenn kein USB-Gerät angeschlossen ist, dann wird die Netzwerkverbindung gekappt. Lösung ist (kam von Claude):
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet usbcore.autosuspend=-1“
Datei: /etc/default/grub — nach Änderung sudo update-grub und Neustart erforderlich.
Der Rechner ist lokal erreichbar und über WireGuard - auch remote. Es muss also kein Port auf der FritzBox geöffnet werden.
Ich bin auf dem Mac kein Freund von Docker, ist mir zu langsam, nicht kompatibel genug, fehlende Container für Apple Silicon, aber für den Debian Rechner habe ich mich von Claude breitschlagen lassen, Docker zu verwenden.
Es sind aktuell installiert:
Gitea (Github „Clone“)
Nextcloud
Uptime Kuma (zur Überwachung von Websites)
Jeder Container ist über einen separaten Port erreichbar, z. B. : Gitea -> http://192.168.178.78:3000, Nextcloud -> http://192.168.178.78:8080
Damit ich mir die Ports nicht merken muss, gibt es unter der IP http://192.168.178.78 eine Website, wo die Dienste aufgelistet sind und ich per Button zu ihnen gelange.
Die ganze Installation hat weniger als 1 Stunde gedauert und lief völlig reibungslos. Was ein bisschen nervig war, ich musst die kryptischen Debian-Ausgaben auf dem Mac mini auf meinem MacBook Air eintippen, um mit Claude zu kommunizieren. Copy & Paste geht dann natürlich nicht mehr. (Foto machen mit dem iPhone und dann Claude geben, wäre sicherlich auch gegangen, bin ich aber damals nicht draufgekommen.)
Während der Installation merkt man schon, was da für ein Dampf hinter dem „alten“ Rechner steckt, das geht alles rasend schnell und braucht auf der Festplatte nix an Platz.
Ich habe dann meine gesamten Repositories von GitHub zum lokalem Gitea umgezogen und meinen lokalen Dokumenten Ordner in Nextcloud überführt.
Weil ich Git in der Bedienung im Tagesgeschäft unnötig kompliziert finde, habe ich mir eine App für den Mac und ein Script für PhpStorm geschrieben, mit dem ich mit einem Button Click ein Commit & Push machen kann und falls das Repository auf Gitea noch nicht angelegt ist, wird das gleich mit erledigt.
Erfahrung nach einem halben Jahr:
PRO:
Absolut top. Das Ding rennt, es gab keine Ausfälle, weder von der Erreichbarkeit, noch von evtl. Datenausfällen.
Hier auch nochmal der Hinweis, dass eine 150er Leitung für viele Dinge ausreicht.
CON:
Eigentlich keine, ausser: Der Datenaustausch mit Menschen, die über WireGuard eh schon Zugang zum Netz haben, ist mir zu kompliziert über Nextcloud. Ich denke darüber nach sowas wie AirDrop nachzubauen.
Was könnte man noch ändern?
Hätte ich noch einen Rechner übrig, würde ich den zweiten spiegeln.
Prompts:
Kann ich nicht liefern, ich fange solche Sachen immer mit einem Plausch an: Ich überlege einen Mac mini als GitHub Ersatz und auch Nextcloud zu nutzen. Der Rechner soll lokal und remote erreichbar sein. Mache mir 3 Vorschläge.
Die Antwort war erwartbar: Alles super, nimm macOS. macOS ist für Server-Dinge nicht gut, deshalb habe ich das umgelenkt: Was hältst du davon, wenn wir auf dem Mac mini Debian installieren? … und so fing es an.
Welchen Mac brauche ich dafür?
Die 64GB von meinem Mac mini sind völlig überdimensioniert (ich hatte einfach keinen anderen). Ich denke 8GB reichen völlig, hier der Speicherverbrauch:
gesamt benutzt frei gemns. Puffer/Cache verfügbar
Speicher: 62Gi 2,2Gi 32Gi 161Mi 28Gi 60Gi
Swap: 48Gi 0B 48Gi
Für wen eignet sich das?
One-Man-Shows
Kleine Unternehmen
- - -
Ich hatte einen Mac Mini 64GB 1TB (gekauft 2021?) über. Am liebsten hätte ich ihn für eine lokale KI genutzt, aber dafür ist er zu schlapp. Es kam dann die Idee auf ihn als Server für Git, Nextcloud und zum Überwachen von eigenen Internetdiensten (Backends, Websites) zu nutzen und dafür Linux zu nutzen.
Ich wollte keine GUI, weil ich ihn auch remote hinter einer FritzBox benutzen wollte. Die Wahl fiel auf Debian, weil es sehr stabil, klein und sehr schnell ist. Da ich mich mit der Installation von Linux nicht auskenne, habe ich Claude als Tutor genutzt. Die FritzBox ist an einer 150er Telekom Glasfaser angebunden.
Betriebssystem ist also Debian 13 „Trixie“ headless mit automatischem, verschlüsseltem Backup auf eine externe Platte jeweils um 3:00 Uhr morgens. Die Backup SSD hat 1TB. Der Rechner startet automatisch nach Stromausfall neu.
Das einzige Problem bei der Installation war, dass der Rechner über einen T2-Chip verfügt und es deshalb Probleme gab, wenn kein USB-Gerät angeschlossen ist, dann wird die Netzwerkverbindung gekappt. Lösung ist (kam von Claude):
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet usbcore.autosuspend=-1“
Datei: /etc/default/grub — nach Änderung sudo update-grub und Neustart erforderlich.
Der Rechner ist lokal erreichbar und über WireGuard - auch remote. Es muss also kein Port auf der FritzBox geöffnet werden.
Ich bin auf dem Mac kein Freund von Docker, ist mir zu langsam, nicht kompatibel genug, fehlende Container für Apple Silicon, aber für den Debian Rechner habe ich mich von Claude breitschlagen lassen, Docker zu verwenden.
Es sind aktuell installiert:
Gitea (Github „Clone“)
Nextcloud
Uptime Kuma (zur Überwachung von Websites)
Jeder Container ist über einen separaten Port erreichbar, z. B. : Gitea -> http://192.168.178.78:3000, Nextcloud -> http://192.168.178.78:8080
Damit ich mir die Ports nicht merken muss, gibt es unter der IP http://192.168.178.78 eine Website, wo die Dienste aufgelistet sind und ich per Button zu ihnen gelange.
Die ganze Installation hat weniger als 1 Stunde gedauert und lief völlig reibungslos. Was ein bisschen nervig war, ich musst die kryptischen Debian-Ausgaben auf dem Mac mini auf meinem MacBook Air eintippen, um mit Claude zu kommunizieren. Copy & Paste geht dann natürlich nicht mehr. (Foto machen mit dem iPhone und dann Claude geben, wäre sicherlich auch gegangen, bin ich aber damals nicht draufgekommen.)
Während der Installation merkt man schon, was da für ein Dampf hinter dem „alten“ Rechner steckt, das geht alles rasend schnell und braucht auf der Festplatte nix an Platz.
Ich habe dann meine gesamten Repositories von GitHub zum lokalem Gitea umgezogen und meinen lokalen Dokumenten Ordner in Nextcloud überführt.
Weil ich Git in der Bedienung im Tagesgeschäft unnötig kompliziert finde, habe ich mir eine App für den Mac und ein Script für PhpStorm geschrieben, mit dem ich mit einem Button Click ein Commit & Push machen kann und falls das Repository auf Gitea noch nicht angelegt ist, wird das gleich mit erledigt.
Erfahrung nach einem halben Jahr:
PRO:
Absolut top. Das Ding rennt, es gab keine Ausfälle, weder von der Erreichbarkeit, noch von evtl. Datenausfällen.
Hier auch nochmal der Hinweis, dass eine 150er Leitung für viele Dinge ausreicht.
CON:
Eigentlich keine, ausser: Der Datenaustausch mit Menschen, die über WireGuard eh schon Zugang zum Netz haben, ist mir zu kompliziert über Nextcloud. Ich denke darüber nach sowas wie AirDrop nachzubauen.
Was könnte man noch ändern?
Hätte ich noch einen Rechner übrig, würde ich den zweiten spiegeln.
Prompts:
Kann ich nicht liefern, ich fange solche Sachen immer mit einem Plausch an: Ich überlege einen Mac mini als GitHub Ersatz und auch Nextcloud zu nutzen. Der Rechner soll lokal und remote erreichbar sein. Mache mir 3 Vorschläge.
Die Antwort war erwartbar: Alles super, nimm macOS. macOS ist für Server-Dinge nicht gut, deshalb habe ich das umgelenkt: Was hältst du davon, wenn wir auf dem Mac mini Debian installieren? … und so fing es an.
Welchen Mac brauche ich dafür?
Die 64GB von meinem Mac mini sind völlig überdimensioniert (ich hatte einfach keinen anderen). Ich denke 8GB reichen völlig, hier der Speicherverbrauch:
gesamt benutzt frei gemns. Puffer/Cache verfügbar
Speicher: 62Gi 2,2Gi 32Gi 161Mi 28Gi 60Gi
Swap: 48Gi 0B 48Gi
Für wen eignet sich das?
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