Ich nutze PaperlessNGX als DevonThink-Ersatz – bin zufrieden.

Grundsätzlich muss man sich erst einmal einen anderen Workflow angewöhnen, das geht aber. Ich nutze jetzt PaperlessNGX als PDF-Archiv (und ja: es kann auch OCR) und meine Notizen/Websitekopien synchronisiere ich mit Joplin [joplinapp.org] (das kann auch Markdown).
Ist das alles was für DAUs? Sagen wir mal so: für lernwillige DAUs ist das schon geeignet. Aber man muss erst etwas Zeit investieren, dann hat man aber eine Lösung, die einen von den OS-Plattformen und "BigTech"-Fußfesseln befreit. Ich halte das alles für recht zukunftssicher.

Zum Setting:

Den Paperless-Server wirst Du nicht auf einem normalen Shared-Hosting-Server installieren können. Ich habe einen RaspberryPi, auf dem ich PaperlessNGX als Dockercontainer laufen lasse. Das ist praktisch, weil man diese Container recht einfach löschen und neu installieren kann, wenn etwas schief läuft. Weitestgehend über eine GUI (da im Webbrowser) kann man Dockercontainer mit "Portainer" verwalten. Das ist recht anfängerfreundlich. Mein Tipp: Mach Dich grob im Netz darüber schlau, was Du vorhast, welchen Weg Du gehen möchtest und erkläre dies dann einer KI Deines Vertrauens, die Dich dann Schritt für Schritt durch die Installation begleiten soll. Das klappt eigentlich ganz gut.
Der Raspi läuft also im heimischen Netz und über den Rechner-Webbrowser habe ich Zugriff darauf. Für die Devices gibt es auch Apps. Da mein Smartphone immer erst per Wireguard auf meinem Router landet, bevor es ins Netz geht, habe ich so auch unterwegs Zugriff auf PaperlessNGX, ohne alles auf dem Smartphone vorhalten zu müssen.
Joplin habe ich auf dem Rechner und verschiedenen Devices installiert und synchronisiere sie E2EE via WebDAV. Dafür kannst Du Deinen Webspace ganz gut nutzen.

Der Export von DevonThink zu PaperlessNGX war recht einfach, da DT die Daten ja "offen" hält. Es lohnt sich, sich auch erstmal anzuschauen, wie man in PaperlessNGX die Dokumente sortieren kann. Ein eingebauter Algorithmus hilft einem dann auch irgendwann dabei, neue Dokumente direkt beim Import richtig zuzuordnen. Das kalptt hier inzwischen ziemlich reibungslos.

Ich bin sehr zufrieden mit dieser Lösung, da DT für mich all die Jahre eh etwas oversized war. Da Du DevonThink ja auch nicht von heute auf morgen eliminieren musst, kannst Du Dir mit der ganzen Sache auch etwas Zeit lassen und es in aller Ruhe angehen. Der große Vorteil ist: Du kannst damit die Fähigkeit erlangen, Dich auch von weiteren BigTech-Fesseln zu entledigen. Eine Dockerinstallation auf einem Raspi ist echt klasse. Als Folgeprojekt könntest Du Dir zum Beispiel mal Immich [immich.app] anstelle von Google-/Apple-Fotos anschauen, oder die eigene Metasuchmaschine SearXNG [searxng.org]...

Noch ein Tipp, wenn Du so ein Raspi-Projekt starten möchtest: Kauf Dir direkt eine große SSD für die System- und Dockerinstallationen. Die MicroSD-Karten halten solche Belastungen nicht lange durch.