Kannst du aufs managen deiner produktion ein bisschen näher eingehen?

Claude ist mein zentraler Produktionspartner für Machine Dreams — mein KI-Filmprojekt, bei dem ich Kurzfilme komplett mit KI-Tools produziere.

Die Zusammenarbeit dreht sich stark um Dokumentation. Bevor ich auch nur einen einzigen Shot generiere, existiert ein vollständiges Dokumentationssystem, das jeden Aspekt der Produktion strukturiert und festhält.

Das Fundament bildet die Machine-Dreams-Bibel — ein wachsendes Regelwerk, das alle bestätigten Erkenntnisse aus bisherigen Produktionen festhält. Wie schreibt man einen guten Image-Prompt? Welche Fehler wiederholen sich immer wieder? Wie benennt man Dateien, damit man sie in sechs Monaten noch findet? Was funktioniert in Kling für Dialogue-Shots, was nicht? Jede Produktionserkenntnis, die sich als zuverlässig erwiesen hat, wandert in die Machine-Dreams-Bibel. Es gibt sogar ein separates Staging-Dokument — Bible Pending Updates — in dem bestätigte neue Erkenntnisse gesammelt werden, bevor sie in Batches in die Machine-Dreams-Bibel integriert werden. So bleibt sie präzise und nicht von halbfertigen Gedanken durchsetzt.

Das operativ wichtigste Dokument ist aber der Project Status & Decisions Log. Dieser Log ist die einzige Wahrheitsquelle des gesamten Projekts. Er dokumentiert jede getroffene Entscheidung mit Datum und konkreter Begründung — warum wurde Henrik in der Instrument-Szene komplett stumm gemacht? Warum wurde der Trailer von v6 auf v7 gebrancht? Warum wurde ein bestimmtes Room-Reference-Bild durch eine reine Textbeschreibung ersetzt? All das steht im Log, nicht in meinem Kopf. Wenn ein Dokument mit einem anderen in Widerspruch steht, gilt immer was im Log steht.

Der Log enthält außerdem eine Live-Produktionscheckliste für alle 36 Shots des Trailers — mit Status jedes einzelnen Shots, gesperrten Dateinamen der finalen Assets und den priorisierten nächsten Schritten in konkreter Reihenfolge. Wenn ich nach einer längeren Pause wieder einsteige, lese ich zuerst den Status Log. In zwei Minuten weiß ich genau, wo wir stehen und was als nächstes kommt.

Ergänzt wird das System durch Movement-spezifische Prompt-Dokumente für jeden Abschnitt des Trailers, Charakterstimm-Profile für alle vier Hauptfiguren, und einen Shot Tracker als Master-Tabelle für den Produktionsstatus auf Shot-Ebene. Alle diese Dokumente verweisen aufeinander und sind hierarchisch klar geordnet — der Status Log hat immer Vorrang.

Der entscheidende technische Vorteil des ganzen Systems: sämtliche Dokumente liegen permanent in einem gemeinsamen Projektordner in Claude. Jeder neue Chat innerhalb dieses Projekts hat dadurch automatisch Zugriff auf den vollständigen Produktionsstand — die Machine-Dreams-Bibel, den Status Log, alle Prompt-Dokumente, alle gesperrten Entscheidungen. Ich muss nichts neu erklären, keinen Kontext wiederholen, nicht zusammenfassen was zuletzt passiert ist. Claude weiß es bereits.

Das Ergebnis ist eine Produktion, die reproduzierbar ist. Jede Session beginnt mit dem gleichen Orientierungspunkt, jede Entscheidung ist nachvollziehbar, und nichts geht verloren — auch nicht nach Wochen ohne aktive Arbeit am Projekt.

Also flowchart siehts dann so aus
https://machine-dreams.net/TLA_document_flowchart.html