Homebrew ist ein sogenannter Paketmanager ...

also das was es unter Linux zuhauf gibt und Standard ist zum Installieren, Verwalten und Updaten von (Commandline-)Tools, Libraries, usw. und vor allem auch deren Abhängigkeiten.

MacOS X hat sowas ja nicht integriert, deshalb hat dafür mal jemand Homebrew (https://brew.sh/) entwickelt (wobei das auch auf Linux läuft). Willst Du also z.B. am Mac im Terminal "ffmpeg" verwenden als Kommando, dann kannst Du das nach der Grundinstallation von Homebrew einfach mit "brew install ffmpeg" installieren. Der Clou von so nem Paketmanager ist dann aber eben, daß die verschiedenen Zusatztools und -libraries, die ffmpeg zum Laufen braucht, gleich mitinstalliert werden (z.B. lame, x264, usw.). Mit "brew outdated" kriegt man dann regelmäßig raus, von welchen Tools es neue Versionen gibt und mit "brew upgrade xyz" kannst Du es dann per Commandline aktualisieren. Und mit "brew uninstall xyz" wird es einfach deinstalliert inklusive aller abhängigen Tools und Libraries, sofern diese nicht von anderen installierten Sachen noch gebraucht werden.

Soweit schonmal fürs Terminal cool. Homebrew geht aber noch nen Schritt weiter und bietet sogar das "Verpacken" von Standard-Mac-GUI-Apps in per brew verwaltbare Packages (sogenannte Casks) an (Komplettliste: https://formulae.brew.sh/cask/). Mit "brew install --cask xzy" werden dann eben so unterschiedliche Dinge wie Firefox, Bitwarden, Affinity, VLC, usw. installiert und mit "brew upgrade xyz" dann aktualisiert.

Und mit dem "-adopt" Parameter kann man am Mac sogar Programme von Homebrew "adoptieren" lassen, die man bisher von Hand installiert hat. Dadurch muß man nicht etwas Vorhandenes deinstallieren und dann mit Homebrew nochmal installieren. Und auch zur Verwaltung von automatisch startenden und im Hintergrund laufenden Sachen, wie es ja grad bei Syncthing auch der Fall ist, bietet Homebrew mit "brew services ..." ne integrierte Verwaltung und Steuerung an.

Wie nützlich das ist, ist natürlich sehr individuell. Schau Dir am besten einfach mal etliche Anleitungen/Beschreibungen online an (z.B. sowas https://thomas-krampe.com/posts/homebrew/ ), da gibt es reichlich. Auch auf Youtube wirst Du viel dazu finden.

Will Dich nicht dazu anstiften, das unbedingt zu machen, da man doch etwas fit sein muß mit Terminal und ein paar Begriffen. Aber es ist auf jeden Fall ne spannende Sache zur Verwaltung von Apps und CLI-Tools am Mac. Und in Verbindung mit dem neuen Update-Tracking-Tool Updatest (https://updatest.app/) als einer der Nachfolger des abgekündigten MacUpdater ist es sehr praktisch, weil Updatest eben Homebrew als Quelle unterstützt.
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Das Wahlvolk will betrogen werden, aber einen gewissen Qualitätsanspruch wird man doch haben dürfen. (Georg Schramm)