Da weißt du mehr als ich
Ich dachte, in der Ukraine verwendet Russland die Drohnen hauptsächlich, um Kindergärten, Krankenhäuser und Wohnhäuser zu zerstören. Hin und wieder mal ein feindliches Fahrzeug oder Munitionslager. Werden nicht auch viele als Täuschdrohnen eingesetzt, um die Luftabwehr zu überlasten? Aber gut, sicher werden auch Drohnen zur Aufklärung genutzt, unter Büschen und Bäumen kann man per Drohne sicher besser aufklären als mit Satellit. Aber hier ging es ja um Kraftwerke und Anlagen, da braucht man keine Drohnen, da könnte man schon einiges nur mit Google Maps aufklären. Besonders die Bereiche, die unscharf gemacht wurden.
Wo habe ich denn geschrieben, dass ich davon überzeugt bin, dass die NATO Russland angreifen will? Was mich irritiert ist, dass man nichts zur Deeskalation unternimmt. Ich denke eher, dass die NATO extrem hoch pokert und damit bewusst das Risiko eingeht, dass es irgendwann zum Einsatz von Atomwaffen kommt. Natürlich gehen sie davon aus, dass Russland sie nicht einsetzt, die Folgen kennen wir ja alle.
Ich denke, man orientiert sich an solchen strategischen Studien wie die der RAND Corporation [rand.org] (Overextending and Unbalancing Russia), in der Hoffnung, dass man dadurch wie damals mit Afghanistan Russland zum Zusammenbruch bringt. Das ist ja auch viel eleganter als ein Krieg. Aber ich mag es nicht, wenn man sbsichtlich herumzündelt.
Ich weiß nicht, wie alt du bist. Ich bin Ü60 und habe das alles schonmal erlebt. Ende der 1970er habe ich bewusst nicht den Kriegsdienst verweigert, obwohl das damals schon eher der Trend war. Komischerweise würden die Verweigerer von damals heute angeblich nicht mehr verweigern. Natürlich sind diese Helden jatzt auch viel zu alt dafür… Ich würde jetzt aber verweigern. Warum? Damals war ich der Überzeugung, dass fast alle begriffen hatte, was für ein Wahnsinn diese Rüstungsspirale - mit Atomwaffen - war. Und ich war davon überzeugt, dass alles Seiten alles dafür tun würden, dass es nicht, auch nicht versehentlich, zu eine Krieg kommt, der ja dann fast zwangsläufig zu einem Atomkrieg führen kann. Das war ja auch die hohe Zeit der Friedenbewegung.
Aber heute habe ich diese Überzeugung nicht mehr. Nehmen wir nur Herrn Merz, der „keine Angst vor einem Atomkrieg“ mit Russland hat und sich jetzt schon nicht mehr im Frieden mit Russland sieht. Und die Spirale hat sich schon in Gang gesetzt. Der Westen stationiert Soldaten und Material an der Ostfront, natürlich nur um den Frieden zu erhalten. Russland wird sich durch diese Aufrüstung bedroht sehen und seinerseits aufrüsten. Das zeigt der NATO natürlich, dass Russland was Böses planen muss und wird weiter aufrüsten… Keiner traut mehr dem anderen, allem muss erstmal grundsätzlich misstraut werden.
Wie gesagt, alles schon mal erlebt. Milliarden und Billionen an Geld in den Sand gesetzt. Nein, irgend jemand hat es dann natürlich
Bis nach Jahrzehnten wieder jemand nachdenkt und darauf kommt, dass das Ganze doch reiner Unsinn ist. Dass man vielleicht mit Verhandlungen und vertrauensbildenden Maßnahmen diese Spirale aufhalten kann und davon alle viel mehr profitieren. Und das wäre schon das positive Szenario. Wer weiß, ob es diesmal wieder so läuft?
Wo habe ich denn geschrieben, dass ich davon überzeugt bin, dass die NATO Russland angreifen will? Was mich irritiert ist, dass man nichts zur Deeskalation unternimmt. Ich denke eher, dass die NATO extrem hoch pokert und damit bewusst das Risiko eingeht, dass es irgendwann zum Einsatz von Atomwaffen kommt. Natürlich gehen sie davon aus, dass Russland sie nicht einsetzt, die Folgen kennen wir ja alle.
Ich denke, man orientiert sich an solchen strategischen Studien wie die der RAND Corporation [rand.org] (Overextending and Unbalancing Russia), in der Hoffnung, dass man dadurch wie damals mit Afghanistan Russland zum Zusammenbruch bringt. Das ist ja auch viel eleganter als ein Krieg. Aber ich mag es nicht, wenn man sbsichtlich herumzündelt.
Ich weiß nicht, wie alt du bist. Ich bin Ü60 und habe das alles schonmal erlebt. Ende der 1970er habe ich bewusst nicht den Kriegsdienst verweigert, obwohl das damals schon eher der Trend war. Komischerweise würden die Verweigerer von damals heute angeblich nicht mehr verweigern. Natürlich sind diese Helden jatzt auch viel zu alt dafür… Ich würde jetzt aber verweigern. Warum? Damals war ich der Überzeugung, dass fast alle begriffen hatte, was für ein Wahnsinn diese Rüstungsspirale - mit Atomwaffen - war. Und ich war davon überzeugt, dass alles Seiten alles dafür tun würden, dass es nicht, auch nicht versehentlich, zu eine Krieg kommt, der ja dann fast zwangsläufig zu einem Atomkrieg führen kann. Das war ja auch die hohe Zeit der Friedenbewegung.
Aber heute habe ich diese Überzeugung nicht mehr. Nehmen wir nur Herrn Merz, der „keine Angst vor einem Atomkrieg“ mit Russland hat und sich jetzt schon nicht mehr im Frieden mit Russland sieht. Und die Spirale hat sich schon in Gang gesetzt. Der Westen stationiert Soldaten und Material an der Ostfront, natürlich nur um den Frieden zu erhalten. Russland wird sich durch diese Aufrüstung bedroht sehen und seinerseits aufrüsten. Das zeigt der NATO natürlich, dass Russland was Böses planen muss und wird weiter aufrüsten… Keiner traut mehr dem anderen, allem muss erstmal grundsätzlich misstraut werden.
Wie gesagt, alles schon mal erlebt. Milliarden und Billionen an Geld in den Sand gesetzt. Nein, irgend jemand hat es dann natürlich
Bis nach Jahrzehnten wieder jemand nachdenkt und darauf kommt, dass das Ganze doch reiner Unsinn ist. Dass man vielleicht mit Verhandlungen und vertrauensbildenden Maßnahmen diese Spirale aufhalten kann und davon alle viel mehr profitieren. Und das wäre schon das positive Szenario. Wer weiß, ob es diesmal wieder so läuft?