Teppiche, Popschutz und oft Probehören

Für das Aufnahmesetting bei Hörspielen haben wir in den 90ern mal ordentlich Teppiche genutzt. Das war ganz brauchbar.


Der Kleiderschrank hört sich aber auch gut an.
Popschutz ist wichtig, und beim Aufbau häufiges Probehören & Justieren der Aussteuerung, um eine genau richtige Präsenz der Erzählstimme herzustellen. Man kann zwar einiges mit der Software rausholen, aber je sauberer die Aufnahme, desto leichter das Handling.

Als Mikro ein Gerät mit deutlicher Keulencharakteristik, dass Du in geringem Abstand besprichst. Je nachdem wie gut das ist, muss man die Aufnahmen konzentriert auf Hintergrundgeräusche prüfen, die man gerne ausblendet (Krankenwagen, der in der Ferne bellende Hund, spielende Kinder nebenan, Audio-Brummen).
Sehr schön anzuhören (und für mich als Amateur sehr hilfreich):
Das Mikrofon – Vom Profigerät zum Alltagsgegenstand [swr.de]

Wenn Du liest, würde ich bei durchlaufender Aufnahme und Wiederholungen ein akustisches Zeichen setzen. Eine Pause geht, ich finde aber auch einen starken Laut nicht schlecht. Das erkennt man im Audioprogramm schnell wieder und man weiß dann, wo man schneiden muss.

Vor der Aufnahme würde ich mich auch immer ein bisschen laut einlesen. Wenn Du in einem Rutsch durchliest, hört man den Verlauf Deiner Stimme an. Wenn Du in Häppchen liest, kann Deine Stimme Tagesform haben und für den Hörer entsteht eine Wahrnehmung der gestörten "Continuity".

Ich hatte damals eine Mehrspursoftware für Mac OS 8 oder 9, jetzt würde ich als Hobbyist Garageband oder Audacity nehmen.

So jetzt hätte ich wieder richtig Lust, die Hörspielerei zu starten.

Viel Spaß bei dem Projekt.