• Automator: Das Mac-Automatisierungs-Tool steht möglicherweise (kurz) vor dem Aus

    "Apple hat die Mac-App eines Entwicklers abgelehnt, weil sie das Automatisierungs-Tool Automator benötigt […] . Als Begründung führt der Mac-Hersteller an, die App erfordere mit Automator eine Software, die 'entweder abgekündigt oder optional zu installieren ist'."

    Mehr unter https://www.heise.de/mac-and-i/meldung/Automator-Apples-Mac- … atisierungs-Tool-moeglicherweise-vor-dem-Aus-4420115.html
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    Christian, MacFix
    • Na bravo. n/t

      • PS: Meine 2¢ zu dem Thema…

        AppleScript basiert auf der Open Scripting Architecture (OSA), die in System 7 (!) eingeführt wurde und die bis Mojave im Framework Carbon enthalten ist. Das Carbon Framework wurde entwickelt, um damals den Übergang von System 9 zu System 10 zu erleichtern. Vieles im AppleScript Framework ist zwar auf Cocoa (das native OS X Framework) portiert worden, aber der Apple Event Manager, der die Kommunikation zwischen den Programmen steuert, greift immer noch auf die low level Carbon Routinen zurück.

        Wie man lesen konnte wird Apple in 10.15 das Carbon Framework entfernen. Gemäss den sonstigen Gepflogenheiten, sich von veralteter Technologie zu trennen, hätte das eigentlich schon vor 5-7 Jahren stattfinden müssen. Was das jetzt für AppleScript bedeutet, kann ich nicht sagen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Apple seine erfolgreiche Script-Sprache sofort und ersatzlos streicht. Vermutlich wird die Kommunikation zwischen Programmen in Zukunft auf einer anderen Technologie basieren (zum Beispiel Siri Shortcuts) und es wird für eine Übergangszeit ein "Migrationstool" geben, damit AppleScripts auf der neuen Technologie laufen können (damit hat Apple ja viel Erfahrung).

        Siri Shortcuts wäre auch ein vollwertiger Ersatz für Automator. Das könnte der Grund sein, weshalb Automator dann schon als "deprecated" eingestuft wird.

        Meiner Meinung nach wird Automatisierung ein wichtiger Bereich von Mac OS bleiben, aber sicher nicht mehr OSA basiert.
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        Gruss

        Stefan
    • Vielleicht kommt eine andere Variante, so wie auf dem iPhone?

      Wäre irgendwie krumm, wenn das iPhone mehr Automatisierung könnte, als der Mac.
      Da gibt es ja mittlerweile eine richtig aktive Szene, die Teil erstaunliche Dinge produziert.

      Ich mache recht häufig Screenshots und dafür gibt es einen Kurzbefehl, der mir dann das gewünschte iPhone drumherum bastelt, sehr sehr nett:

      https://routinehub.co/shortcut/1909

      Da gibt es viele weitere teilweise erstaunliche Dinge.

      Ich bin mal Optimist und erwarte evtl nur eine neue Art der Automatisierung:-)
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    • Letztendlich wird sich mit MacOS 10.15 das bewahrheiten, was viele schon seit Jahren befürchten.

      MacOS wird nach und nach auf die Funktionalität von iOS beschränkt. Immer mehr Mac-bedingte Dinge fallen weg, die Unterstützung von Datenformaten und ganze Funktionsbereiche werden ersatzlos gestrichen, Apps bis zum Gehtnichtmehr "vereinfach", die Anbindung an Apples wertvolle "Dienste" immer zwingender.

      Muss echt nicht sein.
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      Macerer vom Dienst
      • Quelle?


        Die bisherigen, teilweise „mühsamen“ Einschränkungen in macOS dienen meist vergleichsweise immer noch ziemlich benutzerfreundlichen Implementierungen von zusätzlichen Sicherheitsstufen.

        Wenn es ums reine Geldverdienen ginge, hätte Apple schon lange viel mehr aus macOS rauspressen können, taten sie aber nicht …
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        Christian, MacFix
        • Hmmm....

          Ich fasse mal ohne direkte Quellenangaben zusammen, was bisher bekannt ist:

          • Alle nicht 64-bittigen Anwendungen werden nicht mehr unterstützt. Darunter u.A. Aperture, dessen Daten bis heute nicht problemlos in das deutlich funktionsärmere "Fotos" überführt werden können (spätestens bei älteren Videos fängt es immer an, zu haken).
          • Da u.v.A. auch QuickTime 7unter die obigen Vorgaben fällt, entfallen eine riesige Menge an Videoformaten, die Mac OS X nicht mehr out of the box unterstützt. Klar wird es weiterhin VLC und Co. geben, aber die Peinlichkeit, ein AVI-File vom USB-Stick des Kumpels oder aus der Spielzeugdrohne des Sohnes nicht mehr direkt abspielen zu können, ist durchaus vorprogrammiert.
          • iOS-Apps sollen mit leichter Anpassung unter Mac OS (X) laufen können. Ein Scheunentor für funktionsarme Mini-Apps, leidlich an Mausbedienung angepasst.
          • ... und wenn alle Infos stimmen, wird das auch für iTunes zutreffen, das in mehrere, einfachere Apps aufgeteilt werden soll. Was da wohl alles an Funktionalität geopfert werden wird (ich tippe mal auf die Unterstützung von CD-Brennern, umfangreiches Taggen von Dateien, Scripting uvam.)?
          • Automator entfällt.


          Ich habe ernsthaft Sorgen, dass Apple Mac OS (X) begräbt und mit den prognostizierten ARM-Macs iOS auf dem Desktop etablieren will. Damit kann Apple sicherlich viel mehr seiner tollen "Dienste" verkaufen, aber dann bin ich nach fast 30 Jahren Mac auch raus.
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          Macerer vom Dienst
          • Hmmm....

            Punkt 1 ist folgerichtig. Es gibt keinen 32 bit Rechner mehr auf dem das aktuelle Betriebssystem läuft. Die meisten Entwickler haben nichts weiter zu tun als den Code neu zu kompilieren. Aperture ist ein absoluter Einzelfall.

            Punkt 2: Wie du selbst erwähnst gibt es genügend Software um die Windows Formate abzuspielen

            Punkt 3: Es gibt jetzt schon jede Menge Schrott im App Store und niemand zwingt dich, diese Apps zu installieren, und ganz so einfach wird es nicht sein, iOS apps auf macOS laufen zu lassen. Ausser der Maussteuerung ist ja da noch der Unterschied, mehrere Fenster darstellen zu können.

            Punkt 4: iTunes ist eine typische Patchwork-App, der nach und nach immer mehr Funktionen hinzugefügt wurden, ohne für eine bessere Integrierung zu sorgen. Die Aufspaltung in mehrere Apps bringt sicher Vorteile. Ich glaube nicht, dass tagging und scripting gestrichen werden. Aber bitte wer brennt denn heute noch CDs? Apple hat sich immer von deutlichen "Minderheiten-Technologien" getrennt und das ist auch gut so, sonst hätten wir heute noch SCSI und VGA.

            Punkt 5: Siehe oben. Für Automator wird es sicher einen entsprechenden Ersatz geben. Apple weiss, dass Automation für die installierte Basis eine grosse Rolle spielt, das fällt nicht unter "Minderheiten-Technologie". Nur es wird nicht mehr OSA basiert sein.

            Ich teile deine Ansicht, dass es zu gewissen Einschränkungen führen wird, aber nicht so radikal, wie du es beschreibst.
            Und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich kann mich noch an den #Aufschrei erinnern, als die Scrollrichtung für Mäuse geändert wurde. Inzwischen haben sich alle daran gewöhnt.
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            Gruss

            Stefan
            • #Einspruch!

              ich stimme dir ja in allem zu, aber an die neue "natürliche" Scrollrichtung werde ich mich in 100 jahren nicht gewöhnen (wollen) – so lange man das noch umstellen kann scrolle ich "unnatürlich"
                • Hehe, ja das ist nach wie vor ein lustiges Thema

                  Ich persönlich dachte ganz am Anfang, "was für ein Mist", hab diese neue natürliche Scrollrichtung aber mal so belassen und nach kurzer Zeit konnte ich mir die alte Variante gar nicht mehr vorstellen. Wenn ich jetzt auf nen Mac muss der noch diese alte Arbeitsweise eingestellt hat bekomme ich alle Zustände. Einfach nur schlimm.
                  Aber so ists halt, Geschmäcker und Gewohnheiten...
                  • Die laut Apple "widernatürliche" Scrollrichtung ist die natürliche

                    In der Wortwahl "natürlich" zeigt sich Apples Ausgrenzungspolitik - denn wer es anders macht handelt "widernatürlich" https://www.duden.de/rechtschreibung/widernatuerlich

                    Normalerweise liest man von oben nach unten, je weiter man liest um so mehr zieht man den Finger an sich ran. In diese Bewegungsrichtung kann man mit dem Finger auch mehr Kraft erzeugen. Wie die Macfixuser aus dem süddeutschen und alpinen Raum wissen, wird beim Fingerhakeln auch zu sich hingezogen und nicht der Opponent mit der Fingerrückseite vom Tisch gedrückt.
                    Wenn man die Kraft in dem Fall auch nicht benötigt, so ist der Bewegungsablauf doch ermüdungsfreier und feinmotorischsteuerbarer als in der Gegenrichtung.

                    Aber es geht auch ja nicht um Ergonomie sondern nur ums Marketing, denn boom hat man ein amazing feature aus dem Nichts generiert.
                    • In diesem Fall hat das überhaupt nichts mit Marketing zu tun.

                      Auf einem iOS Gerät verschiebst du den Inhalt des Bildschirms und diese Haptik hat Apple auf macOS übertragen.

                      Es ist einfach eine Frage der Perspektive ob man den Scrollbalken verschiebt oder den Inhalt.

                      Nur weil man es 30 Jahre so gemacht hat musst es nicht "natürlich" sein.
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                      Gruss

                      Stefan
                      • Eben.

                        Aus der Perspektive des Fingers ist es durchaus "natürlich", wenn ich ihn nach oben bewege, dass dann auch das Teil, welches sich unter dem Finger befindet, sich nach oben bewegt.

                        Man zieht also nicht mehr einen Scrollbalken nach unten, sondern den Inhalt nach oben. Das ist der Knoten im Hirn, den man einmal lösen muss.
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                        • Abschließend dazu, da die es sowieso machen was es das Marketing fordert und man es zur Zeit noch deaktivieren darf

                          Beispiel in Safari: Ich habe ein Fenster mit Inhalt und dieses hat einen Scrollbalken.

                          Klicke ich mit der Maus auf den Inhalt und bewege im gedrückten Zustand die Maus nach oben oder unten scrollt erstmal gar nichts, es wird markiert. Stoße ich an den unteren Rand scrollt das Fenster nach oben.
                          Mausbewegung nach unten = im Dokument nach unten

                          Klicke auf den Schieberegler vom Scrollbalken und ziehe diesen mit gedrückter Maustaste nach unten, scrollt der Fensterinhalt nach oben.
                          Scrollbalken nach unten = im Dokument nach unten

                          Benutze ich das Scrollrad meiner Maus, so ersetzt dieses den Klick auf den Schieberegler.
                          Scrolle ich zu mir hin, quasi nach unten (oben auf dem Rad ist die Bewegung zu mir, was unten am Rad, wenn es mechanisch auf der Seite liegen würde, einer Bewegung des "Inhalts/Papiers" nach oben entspräche und Bewegen des vom Dokument sichtbaren Bereichs nach unten entspricht)
                          Scrollen nach unten = im Dokument nach unten

                          Sieht für mich konsistent aus und besonders beim Scrollrad fällt auf, wie falsch die sogenannte "natürliche" Bewegung ist, denn die bedeutet nur ein Bedienungsparadigma von einer Geräteklasse (Handy oder Mac mit Touchpad) einer anderen Geräteklasse (Maus mit Scrollrad) überzustülpen.

                          Und wer jetzt sagt, er hätte genau so ein Touchpad und würde daher keine Scrollbalken "bewegen" sondern das "Papier", davon reden wir hier nicht, denn selbst Apple spricht vom "natürlichen" Scrollen nicht vom "natürlichen" Touchen.

                  • +1 n/t