• Mal eine Frage zu einer Reklamation bei einem ebay Verkauf

    Hallo,

    Ich habe kürzlich mein Mid-2010er MacBook pro 17" als defekt über Ebay verkauft. Die Batterie war hin und bei Tastatur gingen so einige Tasten nicht mehr, das habe ich als Fehler angegeben. Ansonsten lief der Computer noch tip-top. Jetzt meldet sich der Käufer aus Italien, dass angeblich ein Apple Service herausgefunden haben will, dass die interne Intel HD Grafik defekt sein soll und eine Reparatur €150 kosten soll.

    Das sieht mir doch sehr nach einem Rip-off aus, die Grafik machte nie Probleme und der Computer lief fast ausschließlich auf der Intel Grafik. Abgesehen davon, eine Logic Board Reparatur kostet bei Apple nicht mal ansatzweise was in der Nähe von €150 (für das 2010er MBP gibt es seitens Apple ohnehin keine Ersatzteile mehr) und die interne Grafik kann man m.W. bei einem Defekt doch gar nicht reparieren. Bei der Auktion war auch ein Foto von "Über diesen Mac" dabei, wo klar zu sehen ist, dass er auf der Intel läuft. Ich habe im geantwortet, dass ich gern einmal das Apple Hardware Test Protokoll sehen möchte. (Vielleicht wollte er ja das Logic Board von meinem MBP haben, weil das von seinem einen Schaden hat und man hat da zufällig was verwechselt. )

    Das ganze stinkt m.E. doch gewaltig und ich gedenke nicht, da €150 auf den Tisch zu legen. Bezahlt wurde per Überweisung, das Geld ist im Gegensatz zu PayPal schon mal sicher hier.

    Hat einer von euch schon mal ähnliches erlebt?
    • Ja, deshalb rate ich bei solchen Verkäufen grundsätzlich zu eBay Kleinanzeigen:

      Persönliche Abholung, Anschauen und Testen vor Ort, Geld gegen Ware, kein "letzter Preis", kein Versand, kein PayPal, kein Ärger...

      Alles andere ist mir zu viel Scherereien. Vielleicht erzielst du einen etwas geringeren Preis. Dafür zahlst du keine Gebühren und musst dich nicht um den Versand kümmern. Die unvermeidlichen Nachfragen nach "letzter Preis" etc. einfach ignorieren.

      Hilft dir jetzt auch nicht weiter. Ich drücke Dir die Daumen, dass das irgendwie gut ausgeht. Sei froh, dass die Auktion nicht über PayPal abgewickelt wurde...
    • Lol. Im Leben nicht…

      Apple würde zwar u.U. eine Reparatur anbieten, aber wenn dann tauschen
      die nur das komplette Board und das gibt es bei Apple im Leben nicht für
      die 150.-€ die genannt worden sind.

      Die genannten 150.-€ sind so der übliche Rahmen, die Firmen wie Witcom
      oder reworkit für die Reparatur des Chips nehmen (defekten Chip auslöten,
      neuen einlöten). Mal abgesehen davon, das das Book mit einer defekten
      Graka wahrscheinlich gar nicht komplett starten würde…
      ----------
      Ist der Grafiker gut drauf, macht er einen Farbverlauf!
      Geht nicht gibt's nicht. Alles geht. Nur der Frosch hüpft!
      ----------------------------------------------------
      Oh Schreck, Oh Graus, ich fürcht' mich so
      Es gibt ihn doch, den Grüffelo!
    • Inzwischen gelöst?

      Mir ist ähnliches in diversen Varianten passiert; zuletzt hat ein Italiener schlicht 3 Tage nach dem Kauf mitgeteilt, er habe nun „leider doch kein Geld“.
      Und ein Käufer hat mir prompt eine schlechte Bewertung verpasst, weil der von mir als „eingestaubt und jahrelang außer Betrieb“ beschriebene Nadeldrucker angeblich nicht funktionierte. 3 Tage später schrieb er, jetzt, nach einer Reinigung, funktioniere alles bestens - nur die negative Bewertung blieb.
      Meine Vorgehensweise, wenn ich mir selbst nichts vorzuwerfen habe: einmal freundlich antworten, alles weitere ignorieren, und die negative Bewertung in Kauf nehmen und sachlich kommentieren/erklären - Haptsache kein magengeschwür durch unnötiges Aufregen.
      Wer sich später die Bewertungen anschaut, kann meist schnell erkennen, ob eine vereinzelte negative von einem Querulanten, Choleriker oder Prinzipnörgler stammt oder sachlich berechtigt ist.
      Und nach einiger Zeit mit einem kleinen „prozent-Makel“ ist man wieder bei 100% positiv.
      Bei eBay nervt jede 5. Transaktion (und vor allem das Geschäftsgebaren von eBay selbst) - aber ich habe noch keine Alternative gefunden.