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"Gutes Online Angebot" – DrWatson

23.02.2012 10:05, Aufrufe: 151
> Du sprichst von einem "guten Online Angebot", wie stellst du dir das vor? Ganz konkret: An welche Preise denkst du, an welches Erscheinungsdatum?

Ich bin kein Cineast und bin auch nicht übermäßig scharf auf die beste Bildqualität. Daher bin ich absolut nicht stellvertretend für die BluRay-saugende Gruppe. Desweiteren bin ich eher an Serien interessiert, die sind nochmal komplizierter als Filme (da Fernsehsender als Interessensgruppe dazu kommen).

Dennoch, ein gutes Online-Angebot halte ich (theoretisch) nicht für schwierig:
1. Verfügbarkeit ab dem Tag, an dem ein Film außerhalb des Kinos zugänglich wird (also DVD/BluRay-Release). Das heißt, Filme laufen im Kino und irgendwann werden sie abseits davon zugänglich - und zwar auf allen möglichen/gewünschten Vertriebswegen gleichzeitig. Welcher Vertriebsweg welche Umsätze generiert, wird sich zeigen und möglicherweise zum Aussterben mancher Vertriebswege führen.

2. Freie Wahl der Tonspuren. Es spricht nichts dagegen, dass ein Film in einem deutschen Store in erster Linie mit deutscher Tonspur angeboten wird - die Mehrheit dürfte Filme so konsumieren wollen. Ich gestehe auch die Differenzierung von DVD zu Onlineangebot zu, dass die DVD jenes Angebot mit Extras und zusätzlichen Tonspuren ist, während die Online-Variante beschränkt ist - solange ich aus DE heraus auch von mir aus die englische, italienische oder französische Fassung konsumieren kann, wenn mir danach ist. Dann wählt man beim Download eben die gewünschte Fassung aus. Vielleicht zahlt man auch 50 Cent mehr für zusätzliche Spuren. Das Feld für Experimente ist weit. Die Zeit für nationale Abgrenzung hingegen ist einfach lachhaft (nicht nur bei Filmen, und leider bestehen diese Abgrenzungen noch überall).

3. Einleuchtende Preisgestaltung. Ich finde die Preise für Filme nicht einmal grundsätzlich schlimm in iTunes - zumindest was die Leihpreise angeht. Das liegt grob im Bereich von (teuren) Videotheken, ist aber auch bequemer. Wäre die Auswahl vollständig und das Tonspur-Angebot entsprechend, fände ich die Leihfilm-Preisstruktur schon passend. Bei Kauffilmen... nunja. Da finde ich auch DVD und Bluray schon zu teuer. Aber ich bin ja eben kein Cineast, insofern bin ich da niemand, der viel Geld für Filme ausgeben möchte und scheide aus ;) Solange jedoch die Preise für die kastrierte Download-Variante streckenweise höher ausfallen als für die DVD-Variante, ist die Schieflage offensichtlich.